Ausstellungs-Eröffnung:

Im Anwesen Hauptstraße 7, Gundelsheim

am Donnerstag, 21. Juli 2016 um 19 Uhr

Christiana Siebens Ausstellung zeigt einen kleinen Querschnitt der Arbeiten der letzten Jahre. Die Bildwerke führen keine sichtbar erfahrbare Wirklichkeit vor, sondern erregen durch Farbkräfte und die manchmal zarten, manchmal wilden Farbspuren den Eindruck von Schönheit. In anderen deuten sich Schmerz, Vergänglichkeit, ja der Zerfall des Kosmos an. Um diese extreme physische wie psychische Bildwelt sichtbar zu machen, ergreift die Künstlerin eine Reihe unerwarteter Malmittel und Auftragsvariationen der Farben in der Bildfläche. Christiana Sieben lebt und arbeitet in Gundelsheim bei Bamberg.

 

Begrüßung: Bürgermeister Jonas Merzbacher

Einführung:  Akad. Dir. Doris Eggenhofer, Otto Friedrich Universität Bamberg

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 - 17 Uhr und nach Vereinbarung

 

Ausstellungsdauer: bis 28. August 2016

Ausstellung im KfH Lichtenfels   20.3.2016 - 31.5.2016

"Nähe und Ferne"

Landschaft im Fokus von Malerei und Fotografie

 

Ausstellung auf der Giechburg,

Scheßlitz, Landkreis Bamberg

 

Vom 20.9. bis 2.11.2014

jeweils Samstags und Sonntags & Feiertags

von 11 Uhr bis 18 Uhr

 

Malerei

von Ellen Hallier

und Christiana Sieben

 

Fotografie

von Paul Linssen

und Kai Rogler

 

Herzliche Einladung zur Vernissage

Christiana Sieben „Weißmalerei“ Variationen zur Farbigkeit von Weiß

 

Samstag, 12. April 2014 • 17 Uhr

 

im alphaMED

Kärntenstr. 2 | Bamberg

 

"Der beunruhigenden Vielzahl von Sinneseindrücken setzt „unbuntes“ Weiß Kontemplation und Konzentration entgegen. 

 

Mittels unterschiedlicher Techniken und Materialien zeigt das Weiß in den Bildern von Christiana Sieben vielfältige farbige Nuancen und lichtbedingte Schattierungen. 

 

Die farbliche Reduktion intensiviert die Wahrnehmung, lenkt den Blick auf Wesentliches und erzeugt als scheinbaren Widerspruch eine variantenreiche farbige Wirkung!"

 

 

Impression der Vernissage "überMalen"
Impression der Vernissage "überMalen"

Rückblick Vernissage "überMalen" vom 25.10.2013 im Fränkischen Tag Bamberg:

 

Sinnlichkeit und geplante Setzungen

 

 

 

 

 

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Regnitz-Klause des Schwimmvereins Bamberg bei der Vernissage der Ausstellung "überMalen", in der die Malerin Christiana Sieben einen kleinen Ausschnitt ihrer Werkentwicklung der letzten Jahre zeigt. Stellvertretende Vorsitzende Barbara Brändlein wies in ihrer Begrüßung darauf hin, welche Bedeutung die „Regnitzklause“ inzwischen als Begegnungsstätte für Kunst und Kultur gewonnen habe. Der Bamberger Künstler Friedolin Kleuderlein sprach zur Einführung von der Doppel­deutigkeit des Ausstellungstitels "überMalen". Er verwies darauf, dass Christiana Siebens Bilder Möglichkeiten der Malerei einerseits rational analysieren, um sie in weiteren, ausdrucksbetonten, oft irrationalen Malprozessen zum Teil wieder zu verdecken.

 

Die Künstlerin setzt, wenn der daraus entstehende Bildkörper es notwendig macht, durch bewusst eingesetzte bildnerische Regeln (Linie, Form, Fläche, Farbenlehre, Licht und Komposition) ein Gegengewicht zur Vorherrschaft des spontanen Malaktes. So verbindet sich ausgeprägte Sinnlichkeit mit geplanten Setzungen, die die Werke in eine malerisch-strengere Ordnung bringen.

 

Abschließend hob Christiana Sieben die Bedeutung hervor, die die Studien im Bereich Fachdidaktik Kunst für ihre künstlerische Entwicklung hatten. Dort kam sie zum ersten Mal mit extrem unterschiedlichem Farb-Materialien, dem plastischen Spachteln der Farbe und der damit erzeugten bildlichen Dreidimensionalität in Berührung. Sie arbeitet bevorzugt in Zyklen wie Feuer und Eis, Licht und Schatten, Horizonte, gläserne und organische Räume, um sich mit der bildnerischen Problematik intensiv auseinandersetzen zu können.

 

So gelingt es ihr, sowohl die Schönheit wie den Zerfall der Welt wie das Werden und Vergehen in ihren Bildern anzudeuten. Mit der feinfühligen, musikalischen Begleitung von Susanne Rosiwal-Faigle (Querflöte)und von Horst Faigle (Marimba) erfuhr der Abend eine schöne musikalische Ergänzung.

 

Die Ausstellung bleibt mindestens bis Ende Februar im SVB und kann dort täglich ab 11Uhr besichtigt werden.

 

Fränkischer Tag vom 4. 11. 2013

 

Adresse: Schwimmvereinsgaststätte "Regnitzklause", Bughof 50, 96049 Bamberg

 

 

Artikelbild: Sieben Christiana vor Fotos SKAL Foto.JPG

 

Bericht vom 1.12.2013 in BRIKADA® MAGAZIN für FRAUEN, von Brigitte Karch

Christiana Sieben: „Ich bin Malerin und erst auf dem Weg zur Künstlerin“

Die Startseite ihrer Website verblüfft: aus einem Eimer ähnlichen Behälter ragen grobe, mit Farbresten überzogene Spachtel, klobige Pinsel, Sieb und Besen, kurz „handfestes“ Mal-Equipment hervor. Ist hier eine malende Handwerkerin am Schaffen? Ja und Nein! Die Rede ist von Christiana Sieben, die sich als freischaffende Malerin bezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Status „Künstlerin“ will sie sich nach eigenen Angaben erst noch erobern. Souverän testet sie in ihren großformatigen Gemälden die ganze Bandbreite unterschiedlicher Maltechniken aus. Es entstehen völlig ungewohnte Strukturen, haptische Hervorhebungen auf der Leinwand – Ausdruck die ihrer künstlerischen Handschrift Einzigartigkeit verleihen.

 

Christiana Sieben. Foto Privat
  

Christiana Sieben hatte im Oktober dieses Jahres zu ihrer ersten Ausstellung „überMalen“ nach Bamberg geladen. Anlässlich dieser Vernissage präsentierte sie ausgewählte Werk ihres Schaffens. Der Saal war brechend voll und das Publikum begeistert. Profunde Kenner der gegenwärtigen Kunstszene beurteilen ihr Werk mit „Was man eigentlich an Qualität und Themen nur von großen Galerien in Hamburg, München und Berlin kennt, wurde hier überzeugend vorgestellt“. Christiana Sieben wehrt bescheiden ab: „Derzeit sehe ich mich als Malerin, ich arbeite in der Mal-Werkstatt und bin erst auf dem Weg eine Künstlerin zu werden.“

Wer ist Christiana Sieben? Sie ist verheiratet und Mutter dreier erwachsener Söhne, lebt und arbeitet in Gundelsheim bei Bamberg. Nach dem Abitur an einem musischen Gymnasium schließt sie das Studium Sport, Germanistik sowie Lehramt und Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen in Deutschland an.
Seit 2007 wendet sie sich den theoretischen und praktischen Grundlagen der Kunst an der Universität Bamberg im Fachbereich Kunstdidaktik zu. Es folgen die Teilnahme an Kunstakademie-Workshops, 2012 beteiligt sie sich an der Gruppenausstellung Civitella an der Universität Bamberg.

Jetzt startet Christiana Sieben mit 66 Jahren nochmals zu einer Malkarriere durch. Bewundernswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Christiana Sieben,“Birkenstämme“. Foto Privat

 

Was hat Sie bewogen, mit der Malerei zu beginnen?
Obwohl ich schon im fortgeschrittenem Alter bin, habe ich mich auf das Abenteuer „Malerei“ eingelassen und starte mit großer Begeisterung neu durch. Unter dem Motto „es ist nie zu spät“ bin ich noch einmal zu neuen Ufern aufgebrochen.

Mögen Sie dies detaillierter erklären?
Ich habe viele Kunstseminare besucht, das Malen in Theorie und Praxis erlernt und vor allem den Umgang mit unterschiedlichsten Materialien erprobt. Ich studierte auf der Universität und setzte zu Hause das Gelernte um. Dabei merkte ich, dass im Malen meine Zukunft liegt. Zudem hat mich der Umgang mit Studenten, die oftmals sehr viel jünger waren als ich und einen unverstellten Blick auf Situationen und Dinge haben, in meinem Wunsch zu Malen, total motiviert. Nach längeren gesundheitlichen Problemen fand ich wieder zu einem Neuanfang. Mein Leitspruch heißt daher auch: Die eine Tür geht zu, eine andere geht auf, man muss nur wollen und die Tür öffnen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christiana Sieben,
„Skulpturale Herbstlandschaft. Foto Privat

 

Wie definieren Sie Ihren Malstil?
Ich arbeite großflächig und achte auf sehr viel Haptik. Dadurch, dass ich Kunst auch vom Theoretischen gelernt habe, also die Grundlagen malerischer Techniken beherrsche, kann ich diese frei experimentierend im Bild umsetzen. Gips und Mörtel, Sumpfkalk - wird für Fresken verwendet - , Marmormehl, Asche, Sande oder Pigmente trage ich mit dem Spachtel Schicht für Schicht auf. Mit der Stahlbürste „zerstöre“ ich die Bildoberfläche und schaffe somit Tiefenräume, wodurch eine Dreidimensionalität entsteht. Diese Maltechnik brachte mich auch auf den Titel meiner ersten Ausstellung „überMalen“.

Wie nähern Sie sich einem „Mal-Thema“? 
Ich male eher spontan, emotional, intuitiv. Malen gewissermaßen aus dem Bauch heraus. Das geht aber nur – ich erwähnte es bereits – wenn man die unterschiedlichsten Maltechniken beherrscht und Regeln beachtet. Der Bildaufbau hingegen wird von meiner Ratio gesteuert. So etwa das Beispiel „Birkenstämme“, derzeit mein Lieblingsthema. Zunächst trage ich Birkenstämme rein malerisch auf und setze dann unterschiedlichste Materialien ein, um danach mit dem Spachtel charakteristische Strukturen herauszuarbeiten. Ich wechsle also vom Makrokosmos zum Mikrokosmos. Das ist so eine Art Daseinsbewältigung. In so genannten Themenreihen spüre ich der Schönheit und ihren Verfall nach, ich stelle das Werden und Vergehen der Natur dar und folge somit den Spuren der Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildtext: Christiana Sieben,„Spuren der Zeit“. Foto Privat

 

Auch bilde ich zum Beispiel keine konkreten Landschaften ab, das kann man mit Fotografieren viel besser. Ich sehe Landschaften unter bestimmten Phänomenen wie Struktur, Licht und Schatten, Feuer und Eis, Himmel und Erde, Nähe und Ferne. Der Betrachter soll Landschaft in meinen Bildräumen nicht uneingeschränkt wiedererkennen. Er soll in ihr spazieren gehen, sie aber für sich in einem neuen Zusammenhang erschließen.

Woran arbeiten Sie aktuell?
Im März 2014 werde ich meine nächste Ausstellung in Bamberg haben.

Zukunftspläne?
Mein Traum ist es, eine eigene Galerie zu eröffnen, in der ich meine Werke präsentieren kann.
Das Gespräch führte Brigitte Karch

Weitere Informationen:
www.sieben-art.de

Titelbild: Christiana Sieben vor Gemälden ihrer ersten Ausstellung „überMalen“ in Bamberg. Foto. Privat 

 

2013-12-01

Christiana Sieben
Föhrenweg 6

96163 Gundelsheim

christiana.sieben@gmx.de